Metropole Zagreb

In Kroatiens Hauptstadt pulsiert das Leben – und wir sind mittendrin! Die Gastfreundschaft der Kroatien:innen, die kulturellen Angebote sowie das gute Essen haben es uns angetan. Lest jetzt nach, was wir an einem Tag alles gemacht haben.

Blick auf die Stadt Zagreb

Metropole Zagreb

In Kroatiens Hauptstadt pulsiert das Leben – und wir sind mittendrin! Die Gastfreundschaft der Kroatien:innen, die kulturellen Angebote sowie das gute Essen haben es uns angetan. Lest jetzt nach, was wir an einem Tag alles gemacht haben.

Blick auf die Stadt Zagreb

Sommer in Zagreb

Den Rest des Abends verbrachten wir sehr bequem in dem fast leeren Zug von Graz nach Zagreb, der sich einen Großteil der Zeit vorbei an saftig grünen Wiesen und Feldern und einigen Rehen durch die idyllische slowenische Landschaft und kleine Ortschaften schlängelte. Der Aussicht von unserem Zugabteil nach zu urteilen, ist Slowenien landschaftlich wirklich sehr schön und kommt auf jeden Fall auf unsere lange Liste der Länder, die wir noch besuchen möchten.

Gegen 22:30 Uhr erreichten wir endlich die kroatische Hauptstadt. Als wir den Hauptbahnhof Glavni Kolodvor verlassen hatten, fanden wir uns mitten in einer Menschenmenge wieder. Es waren Besucher:innen der Open-Air-Konzertreihe „Zagreb Classic“. Leider hatten wir den Auftritt der „Cameristi della Scala“ knapp verpasst, konnten uns aber noch über den Anblick des Kunstpavillons von Zagreb freuen, der zum Anlass des Musikfestivals stimmungsvoll angeleuchtet wurde.

Sehenswürdigkeiten

Stadtzentrum, inkl. verschiedener Gebäude wie Kirchen & Parkanlagen

Strossmayer-Promenade

Museum der Illusionen: 9 Euro/Person

Botanischer Garten: 2 Euro/Person

Technical Museum Nikola Tesla: 4 Euro/Person

Lizitar - Herzige Grüße

Wir suchten uns also nun unseren Weg durch die ausgelassenen Leute, was mit einigem Gepäck und nach einem langen Tag gar nicht so einfach ist. 😉  Kurz waren wir etwas unsicher, was unsere Unterbringung anging, denn Google Maps führte uns zu einer Art Gartentor mit Schlüsselsafe. Hinter dem Tor lag erst einmal ein dunkler Innenhof, der kurioserweise noch komplett weihnachtlich dekoriert war. Dank der bebilderten Erklärung des Inhabers wussten wir aber, dass wir uns von dem etwas heruntergekommenen Äußeren und der Dunkelheit nicht irritieren lassen durften und so fanden wir schließlich im hinteren Ende des Hofes unsere Unterkunft: Ein wirklich süß hergerichtetes, aber winziges „Ferienzimmer“ und der Gastgeber hatte uns sogar kleine, typisch kroatische Lebkuchenherzen als Geschenk hingelegt. Das „Licitarsko Srce“ unterscheidet sich von der in Deutschland bekannten Jahrmarktssüßigkeit durch seine feuerrote Farbe und wird gerne als buntes Souvenir mit nach Hause genommen. Tatsächlich ist das kroatische Lebkuchenhandwerk als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO geschützt. Bereits seit dem Mittelalter werden die Lebkuchenherzen zu besonderen Anlässen wie (kirchliche) Feiertage hergestellt oder beispielsweis auch zum Valentinstag verschenkt ( vgl. http://totalcroatia.eu/de/licitar-treasured-heart-of-croatia/). Eine sehr schöne Geste!

Restaurants & mehr

Eggspresso

  • 2 x Eggs Royal
  • 2 x Espresso

Kosten: 41 Euro

Gostionica Fiklec

  • Gefüllte Paprika
  • Gebratener Truthahn mit Mlinci
  • Štrukli

Kosten: 35,30 Euro

Stadtspaziergang, Botanischer Garten und Museum der Illusionen

Unseren einzigen vollen Tag in Zagreb wollten wir natürlich ganz auskosten und starteten daher erst einmal mit einem ordentlichen Frühstück – und mit ordentlich meine ich eine echt ordentliche Portion! Wir hatten uns ein Frühstückslokal mit dem schönen Namen „Eggspresso“ ausgesucht und bekamen mit „Eggs Royal“ eine wirklich königliche Platte mit drei pochierten Eiern mit Hollandaise-Sauce gebettet auf bestimmt 400 Gramm Räucherlachs und einem riesigen Stück Brot.  Wir haben alles restlos verdrückt und hatten bis abends keinen Hunger mehr. So gestärkt bummelten wir durch die Stadt und sahen uns historische Gebäude, Monumente und Parks an.

Besonders hervorzuheben ist der Botanische Garten von Zagreb, der eine Vielfalt an grünen und blühenden Pflanzen beherbergt und auch schattige Plätze zum Ausruhen bietet. Eigentlich hätten wir gerne noch das Technische Museum Nikola Tesla besichtigt, aber leider hatten wir zu viel Zeit im Botanischen Garten verbracht und mussten beim Technischen Museum erkennen, dass wir leider 10 Minuten vor der Schließung des Museums um 17 Uhr wohl eher nicht mehr eingelassen werden. Da hätten wir wohl besser vorher die Öffnungszeiten abgecheckt. Anfängerfehler, aber kein Grund zum Trübsal blasen, denn als Back-Up stand noch das Museum der Illusionen auf unserer Liste. Dort kann man optische Täuschungen an den Exponaten nachvollziehen und witzige Fotos machen. Das Museum ist nicht grade riesig, dafür aber lustig und sogar bis 10 Uhr abends geöffnet. 😉 

Anschließend flanierten wir noch über die Strossmayer-Promenade vorbei am Turm Lotrščak, von wo man einen fantastischen Blick auf die Stadt genießen kann und kehrten anschließend im traditionell kroatischen Restaurant Gostionica Ficlek ein. Scheinbar war es der Tag der witzigen Namen. Antonio hatte sich das Gericht gebratenen Truthahn mit Mlinci ausgesucht, während ich für mich gefüllte Paprika mit Kartoffelpüree bestellt hatte. Wir waren beide sehr glücklich mit unserer Wahl und haben uns zum Abschluss noch einen überbackenen Topfenstrudel, der sich Štrukli nennt, gegönnt. Sehr lecker!

Als wir im Anschluss die wenigen Meter zu unserer Mini-Ferienwohnung zurücklegten, stellten wir fest, dass direkt auf dem Platz davor ein Freiluftkino aufgebaut worden war. Neugierig sahen wir auf die Leinwand und sahen dort tatsächlich sogar englische Untertitel! Sofort schnappen wir uns die nächsten freien Plätze und es dauerte nicht lange, bis uns sogar am Platz kostenfreies Popcorn angeboten wurde. Was für ein Service! Wir haben uns dann noch den Großteil eines kroatischen Filmes angesehen, der sich unter anderem um Freundschaft und Rivalität zwischen zwei Jugendfreundinnen und Mutterschaft drehte und wirklich interessant war. Leider haben wir Titel und Regisseur:in nicht in Erfahrung bringen können, obwohl ich sogar erfolgreich die (kroatische) Website der Kino-Aktion herausgesucht hatte, dann aber partout kein Programm finden konnte. Sehr schade, aber trotzdem und vielleicht deshalb ein toller und eindrücklicher Abschluss für unseren Aufenthalt in Zagreb.

Alles in allem hat uns die Atmosphäre der Stadt richtig begeistert. Überall wimmelte es vor kleinen Events und Kulturangeboten, die oft nichts oder nur kleines Geld kosten. Generell haben wir hier extrem lecker und günstig gegessen und wurden freundlich behandelt. Gerne kommen wir noch einmal mit etwas mehr Zeit wieder!

Rails & Tales - Zagreb